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“Failte Isteach” – Integration Geflüchteter unter Einbindung von Seniorinnen und Senioren

Gemeinsam mit dem irischen Unternehmen Third Age und der Bremer Heimstiftung initiiert die contec GmbH das Projekt „Failte Isteach“ in Deutschland. Hierbei engagieren sich freiwillige Seniorinnen und Senioren für die Integration von Geflüchteten in die Gemeinde, indem sie ihnen Konversationskurse anbieten.

Das Projekt „Failte Isteach“ – „Willkommen – Moin Moin“

Der Projektname “Failte Isteach” ist irisch und bedeutet übersetzt “Willkommen in”. In Irland engagieren sich inzwischen über 800 ältere Menschen im Bereich Sprachunterricht für Migrantinnen und Migranten. Sie unterrichten wöchentlich rund 2.700 Lernende in ganz Irland. Das Konzept richtet sich an zwei Gruppen, die nicht im Mittelpunkt unserer Leistungsgesellschaft stehen. Der so entstehende Win-Win-Effekt ist von besonderer Bedeutung: Migrantinnen, Migranten und Geflüchtete lernen die Sprache ihres Ziellandes durch Konversation in einer ungezwungenen Atmosphäre und lernen gleichzeitig Menschen aus der neuen Umgebung kennen. Auf der anderen Seite stehen freiwillige Seniorinnen und Senioren, die durch die Kurse die Möglichkeit haben, sich aktiv in ihre Gemeinde einzubringen. Sie erfahren Wertschätzung und engagieren sich gesellschaftlich – eine Tatsache, die mit Renteneintritt nicht selbstverständlich ist. Die Sprachkurse beugen der Isolation von beiden Personengruppen vor.

Die Situation in Deutschland

Aktuell werden Geflüchtete in Deutschland in großen Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. Die Erlaubnis zur Teilnahme an Sprach- und Integrationskursen wird erst nach Einschätzung der Bleibeperspektive erteilt. Somit wird nicht allen Geflüchteten die Teilnahme an solchen Kursen ermöglicht, die außerdem in vielen Fällen ausgebucht oder überfüllt sind. Mithilfe dieses Projektes soll es künftig möglich sein, Geflüchteten sofort nach ihrer Ankunft in Deutschland die Option zu geben, die deutsche Sprache in geeignetem Rahmen zu erlernen.

Der Start des Projektes in Deutschland

Die Bremer Heimstiftung führt in Bremen bereits Projekte zur Integration von Geflüchteten durch und weitet das Angebot nun durch den ersten deutschen „Failte Isteach“-Kurs – „Willkommen – Moin Moin“ aus. Ziel der ersten Projektphase ist die Etablierung eines „Failte Isteach“-Freiwilligenzentrums innerhalb der Strukturen der Bremer Heimstiftung. Die ersten Sprachkurse sollen spätestens im Oktober 2016 beginnen. Dafür ist zunächst die Übersetzung der Kursmaterialien von Third Age geplant, die mehrfach erprobt und evaluiert sind und über die Jahre auf Basis der Bedürfnisse und Wünsche der Freiwilligen sowie der Migrantinnen und Migranten angepasst wurden. Sie vermeiden einen schwierigen Satzbau, erleichtern den Einstieg in die neue Sprache und zielen zuallererst auf eine gelungene Konversation ab. Dieser Ansatz umgeht unnötige Verständigungsschwierigkeiten beim Erlernen der Sprache.

Der Weg zu einer erfolgreichen Umsetzung

Für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes ist ein intensiver Austausch zwischen der Bremer Heimstiftung, der contec GmbH sowie Third Age mit einem gemeinsamen Kick-Off-Meeting geplant. Zusätzlich sind ein Besuch der irischen Zentralen sowie ein train-the-trainer Coaching für contec-Organisationsberaterin Jessica Hernández zur deutschen Projektkoordinatorin geplant. Im Laufe der Pilotphase soll das Bremer „Failte-Isteach“-Zentrum – in Bremen dann „Willkommen Moin Moin“ – unter Begleitung von Third Age evaluiert und eine Umsetzung unter gewissen Qualitätsmerkmalen garantiert werden.

Parallel zu den Bestrebungen für das erste deutsche „Failte-Isteach“-Zentrum in Bremen soll bereits die Grundlage zur weiteren Verbreitung des Projektes geschaffen werden. contec wird hier die bestehenden guten Kontakte zu Seniorenverbänden und Kommunen in ganz Deutschland zugrunde legen, um die Projektidee landesweit zu verbreiten.

Die Förderung durch den Innovationsfonds Integration

Im Rahmen einer Ausschreibung des Innovationsfonds Integration hat das Projekt „Failte Isteach“ zur Umsetzung in Deutschland eine Anschubfinanzierung zugesprochen bekommen. Auf einer Konferenz zu den Folgeherausforderungen der Migration, die Teil des dreitägigen „Hello Festivals“ in Berlin war, wurden 13 herausragende Sozialunternehmer aus dem internationalen Ashoka Netzwerk vorgestellt. Ziel war es, die besten erprobten Lösungsansätze auch in Deutschland nutzbar zu machen. Initiiert wurde der Innovationsfonds von Ashoka, betterplace.org und Zalando. Mary Nally, bei Third Age seit zehn Jahren verantwortlich für das Projekt „Failte Isteach“, ist selbst ehemals ein Ashoka-Fellow gewesen. Aufbauend auf ihrer langjährigen Erfahrung sind sie und ihr Kollege Liam Carey davon überzeugt, dass das Projekt angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa ein wirkungsvoller Ansatz sein kann.

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Referenzprojekte Vernetzung

EVR-Forum

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Evangelischer Verbund Ruhr gGmbH

Seit 2013 organisiert die contec GmbH für den Evangelischen Verbund Ruhr gGmbH das EVR-Forum.

Pflegeanalyse Modellregion [...]

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Verbandsgemeindeverwaltungen Zell (Mosel) und Traben-Trarbach

Immer mehr Regionen entwickeln Initiativen, um sich den Herausforderungen des demografischen Wandels zu stellen. So auch die Modellregion Mittelmosel, im Speziellen die Verbandsgemeinden Zell (Mosel) und Traben-Trarbach, die im Rahmen der Initiative des Landes Rheinland-Pfalz „Starke Kommunen – Starkes Land“ demografiefeste Konzepte für die „Gesundheit und Pflege in der Bedarfsregion Mittelmosel“ entwickeln. contec hat dieses Projekt durch die Analyse der Ist-Situation des Angebotes an Pflege- und Assistenzleistungen von April bis Juni 2014 unterstützt und eine Prognose für die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in der Modellregion abgegeben. Darauf aufbauend wurden Handlungsempfehlungen für die Projektaktivitäten der Partner entwickelt. Die Konzepte und Maßnahmen wurden nicht allein durch die Kommunen selbst, sondern im Dialog von Politik und Verwaltung mit Wirtschaft, Vereinen und Verbänden sowie den Akteuren aus dem Gesundheits- und Pflegebereich geplant.

Die contec GmbH unterstützt auch weitere Regionen dabei, gemeinsam die Veränderungen in der Gesundheits- und Pflegelandschaft zukunftsfähig zu gestalten. Hierbei bringt sie ihre Expertise in Strukturanalyse und -planung in Moderation und Management von Netzwerkprozessen und Projekten mit ein.

GOLiATh

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Gemeinschaftsprojekt GOLiAtH

Im Rahmen des Modellprojekts und Lotsenkonzepts GOLiATh: Geriatrische Onkologie, Lebensqualität durch individuelle Anpassung von Therapiekonzepten und Entlassmanagement wurde ein intersektorales Case Management entwickelt.

Tebikom Ruhr

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Projektverbund TeBiKom.Ruhr

Entwicklung des Geschäftsmodells für den Projektverbund TeBiKom.Ruhr (Entwicklungsplattform der telemedizinischen Bilddatenkommunikation in der Gesundheitsmetropole Ruhr)

 

Integrationsprojekt “Failte [...]

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