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Frust und Lust: Pflegebranche zwischen Abwarten und Eigeninitiative |
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Editorial
Warum müssen für eine Zeit der politisch leisen Töne so große Namen gewählt werden? Das »Jahr der Pflege« – es neigt sich nahezu geräuschlos dem Ende entgegen. Die Pflegebranche tut gut daran, ihre seit langem kultivierte Frustrationstoleranz weiter zu pflegen, angesichts nach wie vor fehlender struktureller Lösungen für die drängendsten Probleme. Und wenn die Akteure es richtig machen, heißt dies nicht abwarten, sondern im Bestehenden die besten individuellen Lösungen zu suchen.
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Die Branche wartet auf Weichenstellungen! |
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Herausgeberkommentar
Die Bundesregierung hat aktuell in der Gesundheitspolitik zwei wichtige Themen auf die Agenda gesetzt. Das Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VStG) – kurz Versorgungsstrukturgesetz – ist beschlossen. Es soll u.a. die Versorgungsstrukturen langfristig sichern, die Berufsattraktivität steigern und neue Gestaltungsspielräume in der spezialärztlichen Versorgung öffnen. Es soll aber auch Gestaltungsspielräume im Rahmen der Zuweisungskooperationen einschränken.
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Demografische Entwicklung politisch und solidarisch gerecht gestalten |
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Kommentar von Kathrin Senger-Schäfer, Pflege- und medienpolitische Sprecherin der DIE LINKE. im Bundestag
Das Unvermögen der Regierung, ein Konzept für eine umfassende Pflegereform auf den Tisch zu legen, ist offensichtlich. Dennoch beharren CDU/CSU und FDP darauf: Die Alterung der Bevölkerung führe zu einem dramatischen Anstieg der Ausgaben. Die Finanzierung der Pflegeversicherung sei massiv bedroht. Ein näherer Blick offenbart, dass der demografische Wandel als Scheinargument für Leistungskürzungen, Privatisierung der sozialen Risiken und für einen Umstieg auf kapitalgedeckte Finanzierung herangezogen wird.
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Demografiefeste Arbeitsplätze in der Pflege Stefanie Schlosser
Am 1. September 2011 trafen sich Mitarbeitende der drei Berliner Pilothäuser der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH des DemogAP-Projektes zu einem Workshop der etwas anderen Art. Es war der Auftakt zu einer kreativen Umsetzungsphase des bisher erarbeiteten Problemfeldes Arbeitsorganisation.
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Leserkommentar zum Artikel in conZepte 02/2011 |
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»Weit mehr als nur die Umrechnung der Pflegesätze …« Dr. Hans-Jürgen Maas, Dezernent der Bundesärztekammer
Die an sich verdienstvolle und informative Darstellung der Autoren Gerhard Rode/Martin Grigo zur Neueinführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen gemäß § 17 d Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) weist einen für Leser nicht unbeachtlichen Fehler auf: Nicht nur in der Überschrift, sondern auch weiterhin an vielen Stellen des Textes ist in unzutreffender Weise von Psych-DRGs, der DRG-Einführung in der Psychiatrie und Handlungsbedarf vor Einführung der Psych-DRGs die Rede.
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Respekt – Die Basis einer erfolgreichen Zusammenarbeit |
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Strategie und Umsetzung in der stationären Altenpflege Andreas Bögel, Sara Bode & Birger Dreher
Wir wissen aus zahlreichen Studien, welcher Gewinn ein gutes Arbeitsklima ist. Neben der Steigerung der Effektivität der Beschäftigten fördert es die psychische Gesundheit, die Verbundenheit zum Unternehmen, die Hilfsbereitschaft, die Identifikation mit dem Unternehmen und einen erhöhten Eigenbeitrag von Mitarbeitenden. Auch der Ruf und die Attraktivität des Unternehmens werden dadurch positiv beeinflusst. Unser Wissen stößt aber in der kontrollierten und zielgerichteten Stärkung des Arbeitsklimas an seine Grenzen. Womit soll man beginnen, wie soll man verfahren, wenn die Qualität der täglichen Zusammenarbeit verbessert werden soll?
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Insolvenzgefahr – trotz demografischen Wandels |
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contec optimiert ihr Beratungs- und Unterstützungsangebot Thorsten Böger
Die Pflegebranche gilt als eine der Wachstumsbranchen in der Bundesrepublik Deutschland. Die Begründungen hierfür sind weithin bekannt: Neben einer zunehmend alternden Gesellschaft leben immer mehr Menschen in Einzelhaushalten, so dass bei eintretender Pflegebedürftigkeit eine Unterstützung aus der Familie entsprechend seltener möglich ist. Da die Pflege von Angehörigen immer noch vorrangig von den weiblichen Familienmitgliedern geleistet wird, ist auch die starke Zunahme der Frauen-Erwerbsquote in den letzten Jahrzehnten ein gewichtiges Argument für den langfristigen Erfolg des Geschäftsmodells »Professionelle Pflege«.
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Krisenprävention und bessere Bewältigung durch Bindung der »Ü50«-Mitarbeitenden Thomas Berg
23,9 % der Beschäftigten in der Pflege sind älter als 50 Jahre1 – ein Fakt, der im Umgang mit der Personalsituation in deutschen Pflegeeinrichtungen besonderer Beachtung bedarf. Die Einsetzbarkeit dieser Beschäftigtengruppe, die überwiegend auf viel Berufserfahrung zurückgreifen kann, ist gerade in der Situation »KRISE« in einer Einrichtung von unschätzbarem Wert. Diese kann sich bspw. durch auftretende Vakanzen auf den Leitungsebenen einstellen – die Folgen können sich je nach Dauer und Größe der Lücke auf die ganze Einrichtung negativ auswirken.
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Leere Betten sind ein hohes finanzielles Risiko – Sichern Sie die Vollbelegung |
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conKret: Belegungsmanagement Christian Aigner
Leere Betten sind ein Alarmsignal für Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Die Gründe dafür können vielschichtig sein. Doch die Einrichtung verliert nicht nur notwendige Einnahmen, sondern steht meist vor der Situation, dass auf der Kostenseite Personal für den Fall der raschen Belegung aufrecht erhalten werden muss, aber auf der anderen Seite die Einnahmen dazu fehlen.
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Zuweiser, Empfehler, Multiplikatoren |
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Netzwerke zur Belegungssicherung gestalten Sara Bode, André Peters & Caroline Peinl
Trotz des demografischen Wandels kämpfen viele stationäre Altenhilfeeinrichtungen um ihre Auslastung. Bei der Suche nach einer passenden Pflegeeinrichtung spielen persönliche Empfehlungen durch Vertrauenspersonen für ältere Menschen und deren Angehörige eine wesentliche Rolle.
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Mehr Zeit für Lebensqualität |
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Die St. Elisabeth Diakonie geht neue Wege in der Arbeitslogistik Interview mit Sabine Sickau
Viele stationäre Einrichtungen stehen vor der Herausforderung, ihre Prozesse und Strukturen weiterzuentwickeln, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Höhere Anforderungen an die Dokumentation, der Mangel an qualifiziertem Personal, ein steigender wirtschaftlicher Druck und veränderte Kundenbedürfnisse machen neue, innovative Ansätze in der Arbeitslogistik notwendig. Die St. Elisabeth Diakonie Berlin hat sich in einem umfassenden Prozess diesem Thema angenommen und die Strukturen und Abläufe in ihren Einrichtungen weiter entwickelt. Über die Ziele, den Prozessablauf und den derzeitigen Umsetzungsstand sprachen wir mit Sabine Sickau, der Geschäftsführerin der St. Elisabeth Diakonie Berlin.
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Mit Nischenstrategie zur Marktführerschaft |
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Engpasskonzentrierte Strategie (EKS®) Caroline Peinl & André Peters
Jedes Gesundheits- und Sozialunternehmen strebt nach einer erfolgreichen Marktposition. Jedoch ist dies in Zeiten ständiger Veränderung nur schwer erreichbar. Es gibt zwei Wege, Erfolg zu erlangen: man lernt, arbeitet oder produziert entweder mehr oder weniger als andere. Ersteres ist aufgrund des wachsenden Wettbewerbs mit abnehmenden Erfolgen bei zunehmendem Aufwand gekennzeichnet. Die zweite Alternative dreht dieses Verhältnis um und bedingt somit große Erfolge durch Spezialisierung.
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Stakeholdermanagement als strategische Option in der Behindertenhilfe |
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Gewinnbringende Kooperationen und Netzwerke Frauke Hennings
Unternehmen der Behindertenhilfe befinden sich aktuell im Umbruch und müssen vielschichtige Einflussfaktoren in ihre strategische Planung einbeziehen. Dabei sind betriebswirtschaftliche Faktoren ebenso wichtig wie gesellschaftspolitische Aspekte.
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WfbM 2.0: Die Netzwerkstrategie für nachhaltiges Unternehmertum! |
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Ferdinand Schäffler
Die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung sowie angestrebte Reformprozesse der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) im Leistungssystem gelten als größter Paradigmenwechsel der Eingliederungshilfe seit Einführung des SGB IX. Wesentliche Veränderungen zeichnen sich dabei insbesondere im Bereich der Werkstätten für Menschen mit Behinderung ab:
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Willkommen in der Zukunft |
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Sozialwirtschaft 2.0 Interview mit Heinz Rinas
Web2.0-Anwendungen gewinnen auch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Erfolgversprechende Beispiele sind bislang nur vereinzelt im World Wide Web zu finden. Die Mülheimer Sozialholding hat es jedoch geschafft, durch einen Relaunch ihrer Homepage und die Integration ihrer facebook-Präsenz ein erfolgreicher Vorreiter in der Branche zu sein. Um Hintergründe und Tipps aus der Praxis zu erfahren, führte die conZepte ein Interview mit Heinz Rinas, Geschäftsführer der Mülheimer Seniorendienste GmbH und Mülheimer Senioren Service GmbH.
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Heute finden, morgen binden! |
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Auswirkungen des Fachkräftemangels im Alltag von Pflegeeinrichtungen – kurzfristige Lösungsmöglichkeit Angie Peth & Olivia Spanier
Die Pflege steht vor einer Herausforderung, die viel Zeit in Anspruch nimmt: Mit dem Fachkräftemangel im Alltag umgehen. Oft ist kurzfristige Hilfe lediglich durch Personalleasingfirmen gegeben, welche sehr kostenintensiv sind. In der Praxis haben sich kreative Maßnahmen als sehr effektiv herausgestellt, um kurzfristig pflegerisches Fachpersonal zu gewinnen.
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Generationenorientiertes Personalmanagement als Weg aus der Demografie-Falle Julia Hornung
»Hilfe wir altern!«, so schallt es von allen Seiten, dabei sind die Folgen des demografischen Wandels nicht erst seit gestern bekannt. Die Konsequenzen für die Arbeitswelt der Gegenwart und die Zukunft der Gesundheits- und Sozialwirtschaft stellen eine gesellschaftliche wie politische Herausforderung dar. Das generationenorientierte Personalmanagement, welches die Herausforderungen der demografischen Wandels mehrdimensional erfasst und bearbeitet, stellt hier einen strategischen Ansatz dar.
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Der Bundesfreiwilligendienst |
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Freiwilligendienste als Personalquelle nutzen Christiane Poigné & Volker Est
In der letzten Ausgabe der conZepte wurde bereits über die Möglichkeiten berichtet, die das Freiwillige Soziale Jahr bietet, um Berufseinsteiger als zukünftige Arbeitnehmer für die Pflegebranche zu gewinnen. Seit kurzem besteht nun für Freiwillige auch die Möglichkeit, den Bundesfreiwilligendienst abzuleisten. Dieser steht Interessierten aller Altersgruppen offen und gewährt ihnen einen aktiven Einblick in die Pflegebranche. Für Einsatzstellen gilt es nun, den Dienst, genauso wie das FSJ, geschickt als Personalquelle zu nutzen.
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Facebook & Co. im Personalmarketing |
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Studie »web2.0-Anwendungen in der Personalarbeit der Gesundheits- und Sozialwirtschaft« zeigt Trends im Personalmanagement Julia Hornung & Sarah Scholl
Der Trend zu neuen Online-Instrumenten ist inzwischen auch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft zu spüren: Es wird getwittert, gepostet und sich online vernetzt. Um diese Entwicklung zu erfassen, führte die conQuaesso®-Personalberatung in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe eine Online-Erhebung zu diesem Thema durch. Das deutliche Ergebnis: Facebook & Co. sind keine Eintagsfliegen sondern ernst zu nehmende Instrumente besonders zur Gewinnung neuer Mitarbeitender.
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Diversity Management: Rekrutierung osteuropäischer Pflegekräfte |
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Rekrutierung osteuropäischer Pflegekräfte Interview mit Jürgen Hecht
Um dem gegenwärtigen Fachkräftemangel in der Pflege entgegen zu wirken, ergreifen immer mehr Arbeitgeber die Chance, gezielt Arbeitskräfte aus Osteuropa zu rekrutieren. Dabei spielt Diversity Management eine immer wichtigere Rolle und wird durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit erleichtert. Sie trat zum 1. Mai 2011 in Kraft und erlaubt Staatsangehörigen eines EU-Mitgliedstaates in einem anderen EU-Mitgliedstaat zu gleichwertigen Bedingungen wie die Bürger des jeweiligen Mitgliedstaates zu arbeiten.1
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